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Ein wesentlicher Punkt im Lastenheft zum Erreichen einer möglichst hohen Wirtschaftlichkeit war Leichtbau. Es galt also neben einer revolutionären Aerodynamik auch möglichst viel konsequente Leichtbautechnik zu realisieren, ohne jedoch den Komfort und die Sicherheit für die Fahrgäste zu schmälern und ohne die wertbeständige Produktqualität zu gefährden. Auch heute noch kann der Typ 44 mit damals revolutionären Leichtbaudetails beeindrucken. Zum Teil wurden mit dem Typ 44 diese Details erstmals im Großserienbau realisiert. Details und deren Gewichtsersparnis verglichen mit Bauteilen herkömmlicher Bauart:

  • Türrahmen und Innentür aus Aluminium - 10,6kg
  • Dünne Hartglassorten für die gesamte Verglasung - 5,5kg
  • Anlasser mit Reduktionsgetriebe(für die Fünfzylinder) - 2,7kg
  • Kühler in Aluminium-Kunststoff Bauweise - 4,1kg
  • serienmäßiger Bordwagenheber aus Aluminium - 1,1kg
  • geklebter Fertighimmel, der gleichzeitig als Dachspriegel fungiert - 3,4kg
  • serienmässiges Notrad (das zudem platzsparend ist) - 5,3kg
  • Radhausschalen aus Kunstoff - 2,0kg
  • Reserveradwanne aus glasfaserverstärktem Polyesterharz - 3,2kg
  • Stoßfängerträger vorn aus Leichtmetall,hinten aus GFK - 4,4kg
  • Experimentelle Verwendung von Alumotorblöcken (teilweise beim MKB: WH) - ca. 20kg

In der Summe konnte durch diese und weitere Maßnahmen das Leergewicht des Audi 100 Typ44 in der 55kw-Version auf erstaunliche 1080kg gedrückt werden, dass Gewicht des deutlich luxuriöseren Audi 200 Typ44 mit kräftiger 134kw-Turbomaschine (MKB: KG) auf ebenfalls hervorragende 1290kg.