Halbautomatisches Nachfüllen von Motoröl im Fahrzeugbetrieb über sekundäre Ölpumpe

Wir alle kennen alle das Problem - die Maschine verbrennt das Öl und im ungünstigsten Moment werden wir gezwungen, anzuhalten und nachzufüllen.

Und auf Grund der eher unsensiblen Tätigkeit der Kurbelwelle können wir auch nicht 2 Liter Extraöl über max. auffüllen.

Dafür gibt es nun eine innovative Lösung, die im folgenden beschrieben wird.

Die Basislösung

ist schnell implementiert.
Benötigt werden dafür einige Meter flexibler Kunststoffschlauch, wie er in jedem gut sortierten Baumarkt zu finden ist, sowie 10 bis 15 Kabelbinder.

Entleere zunächst komplett den Tank der Scheibenwaschanlage.
An den Pumpenausgang wird nun der erworbene Schlauch angeschlossen und in Richtung der in Fahrtrichtung linken Motorseite verlegt.
Der Schlauch muss auf alle Fälle knickfrei verlegt werden und darf nicht in die unmittelbare Nähe von beweglichen oder heißen Teilen gelangen.

Entferne dann den Ölpegelpeilstab und führe den Kunststoffschlauch in die nun vorliegende Öffnung ein, nachdem Du die unmittelbare Peripherie des Loches gründlch gereinigt hast.
Fixiere den Versorgungschlauch am Rohr mit Klebeband deines Vertrauens.

Fixiere nun den Schlauch entlang seiner Verlegepunkte mit den Kabelbindern und fülle Frischöl in den gesäuberten ehemailgen Waschwasserbehälter.

Bei einer während der Fahrt auftretenden Öldruckwarnung kann nun unkompliziert mittels des Waschbefehles Öl nachgefüllt werden.

Dies ist die einfache und schnelle Basislösung, für die es kleinere und praktische

Modifikationen

gibt, die wir hier nur kurz beschreiben werden.
Die Modifikationen kann der versierte Schrauber ohne viel Aufwand selbst umsetzen.

Besonders an kühlen Tagen kann es passieren, daß das Öl zähflüssig ist und die kleine Pumpe nicht schnell genug fördert.

Dafür bietet sich eine Frischölvorwärmung an.

Es wird dafür temperaturresistenter Kunststoffschlauch an den Kühlwasserkreislauf angeschlossen und in einigen Spiralen am Boden des Frischöltanks verlegt, so daß das Öl von der Motorwärme vorgewärmt ist und idealere Flußeigentschaften hat.

Die Ansteuerung der Sekundärölpumpe läßt sich auch ohne große Mittel automatisieren.
Dazu greift man am optischen Indikator für mangelnden Öldruck das Signal ab.
Beim lokalen Elektronikfachhandel bestellt man dann eine definierbare Zeitschaltung, welche über ein 12-V plus Signal oder ein "Ziehen auf Masse" geschaltet werden kann.
Die einstellbare Zeit ist die Laufzeit unserer Sekundärölpumpe, die ideale Laufzeit ermittelt man am einfachsten durch eine kleine Messreihe.

Damit entfällt vor allem der lästige Griff zum Scheibenwaschhebel !

Für den Fall eines mit AutoCheck verwöhnten Fahrzeuges hat man nun noch durch den Füllstandsgeber eine Warnung wenn der Vorrat im Frischöltank zu Neige geht.

Dann wird es höchste Zeit, den Frischöltank nachzufüllen.
Durch einen anderen, größeren Tank vom großen Bruder Audi V8 läßt sich aber dieses Intervall noch ausdehnen, und ein findiger Tüftler konstruiert noch einen Notfalltertiäröltank, der von der ehemaligen Waschwasserwarnung des AutoCheck angesteuert werden kann und den Frischöltank auffüllt.

An einer adäquaten Modifikation für Hochleistungsmotoren wird noch geforscht, doch unsere ersten Ansätze mit der Hochdruckpumpe der Schweinwerferreinigung für eine Trockensumpfversorgung sind vielversprechend.